Am Samstag früh ging es gleich mit einem Minibook-Workshop mit
Rahel Menig los. Rahel ist eine junge Schweizerin (was die Verständigung sehr unkompliziert gemacht hat *lach*), die mittlerweile in den USA lebt und durch ihren aussergewöhnlichen Stil bekannt wurde.
Dies war Rahels allererster Crop - nicht nur als Anleiterin sondern auch als Teilnehmerin. Ich kann mir garnicht so recht vorstellen, wie sehr sie überflutet sein muss von diesen ganzen Eindrücken, den schnatternden Frauen...
Rahel hat uns erstmal ihr Projekt - ein Minibook (im Original sind immer nur die rechten Seiten bescrappt - da ich aber viele Fotos unterbringen und diese dann auch noch miteinander vergleichen wollte, habe ich beide Seiten dekoriert, was allerdings sich allerdings auch sehr auf das Format des Buches auswirkt) - gezeigt und uns die Besonderheiten Ihres Stils erklärt. Sie benutzt viele Materialien, die nicht eigentlich in den Scrapbereich gehören und schichtet diese aufeinander.
Wir hatte in unserem Kit also auch nicht nur Papiere und BakersTwin sondern auch Tortenspitze, alte Gardine und Seidenpapier. Ich fand erst die Idee, viele Sachen aufeinander zu türmen, von denen man von den meisten nachher nix - oder nur sehr wenig - sieht, etwas eigenartig, habe mich aber drauf eingelassen und bin von dem Effekt ganz begeistert. Man kann das wahrscheinlich auf den Fotos nicht allzugut erkennen, aber in Natura kommt dieses Vielschichtige sehr gut rüber.
Als weitere Technik hat sie uns das Splattern gezeigt. Sie spritz mit einem Pinsel verdünnten Kleber (sie macht es mit Schmucksteinkleber, ich hab es gestern Abend mal mit Buchbinderleim ausprobiert) auf das Papier und streut danach Glitter drüber (wie blöd, dass ich beim Dresdencrop all meinen Glitter verschenkt habe *argh*). Auch nach dem Trocknen bleibt der Glitter leicht dreidimensional.
Mir hat das Minibook unglaublich viel Spaß gemacht und ich bin mir sicher, dass ich das eine oder andere der Techniken auch weiterhin nutzen werde.